Der Gedächtnispalast So überlistest du dein Gehirn beim Lernen

Der Gedächtnispalast So überlistest du dein Gehirn beim Lernen

Der Gedächtnispalast gehört zu den komplizierten Lernmethoden und erfordert bildliches Vorstellungsvermögen und Kreativität. Daher ist auch von Gedächtniskunst die Rede. Bevor du dich in die Prüfungsvorbereitungen stürzt, macht es Sinn, sich mit der Technik genauer zu beschäftigen und einen Selbstversuch zu starten. Du lernst, wie du dir die Funktionsweise deines Gehirns zunutze machen und gleichzeitig die Kontrolle übernehmen kannst.

Wie ist diese Lernstrategie entstanden?

Bereits in der Antike standen die Menschen vor der Herausforderung, sich große Mengen an Informationen merken zu müssen. So entstand die Loci-Methode (Loci = Orte). Um den Inhalt einer Rede insgesamt erfassen und nachvollziehen zu können, wurden Schlüsselbegriffe und Argumente mit Orten verknüpft und diese zu einer festen Route verbunden. Der Gedächtnispalast stellt eine Weiterentwicklung dar. Die Räume entstehen und wachsen unabhängig voneinander.

Was sind die Vorteile des Gedächtnispalasts?

Erwiesenermaßen ist das Langzeitgedächtnis im Zusammenhang mit Bildern besonders leistungsstark. Aus diesem Grund haben es visuelle Lerner von Haus aus leichter. Wenn du außerdem deinem Gehirn eine Art Ablagesystem vorgibst, wirkst du seiner "normalen" Arbeitsweise entgegen. Kontrolle und Struktur statt Prinzip Zufall. Das macht den Gedächtnispalast so effizient. Stellen sich die ersten Erfolgserlebnisse ein, steigert sich der Glaube an dich selbst und du stehst weniger unter Strom. Damit überwindest du deine Prüfungsangst. Gerade wenn du dich im Homeschooling verloren und überfordert fühlst, ist eine Gesamtstrategie entscheidend.

Wie also funktioniert der Gedächtnispalast?

Alles passiert in deiner Vorstellung. Es geht darum, Inhalte verschiedenen Räumen zuzuordnen. Ein Beispiel: Angenommen, du lernst gerade französische Vokabeln. Stell dir eine Tür vor mit einem Poster vom Eiffelturm. Du öffnest die Tür und betrittst das Zimmer. An einer Wand steht ein Regal mit einer Pappschachtel. An der Vorderseite ist ein Baguette zu sehen, denn es geht gerade um Lebensmittel.

Gedächtnispalast

In der Schachtel liegen mehrere Fotoalben für Obst, Gemüse und so weiter - natürlich mit passendem Cover. In jedes Album kannst du nun Bilder "einkleben", mit denen du jeweils eine Vokabel verknüpfst. So kannst du alle Lerninhalte in kleinen Häppchen abspeichern und wieder abrufen. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. "Trockener Materie" lässt sich mithilfe von bewegten Bildern oder Szenen Leben einhauchen. Ja, Lernen kann richtig Spaß machen und positive Emotionen steigern den Erfolg. Ein wahrer Lernrausch kann die Folge sein. Allerdings ist diese Form des Gedächtnistrainings wie Hochleistungssport für dein Gehirn. Darum solltest du regelmäßig Pausen einlegen und Energie tanken. Dextrose ist der Stoff, nach dem deine Denkzentrale verlangt. Reich enthalten in Obst, Nüssen, Gemüse oder Vollkornprodukten. Die Bezeichnung "Studentenfutter" kommt also nicht von ungefähr.

Abschließende Überlegungen

Nur wenn du dein Gedächtnis regelmäßig trainierst, wirst du dauerhaft von dieser Methode profitieren können. Falls du über einen längeren Zeitraum nur bekannte Räume besuchst, kann die Motivation nachlassen. Daher ist es von Vorteil, wenn du deinen Palast stetig vergrößerst. Mit Übung und Ausdauer steigt die Merkfähigkeit weiter an.

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