So schreibt man eine Bewerbung für ein Praktikum

So schreibt man eine Bewerbung für ein Praktikum

    Inhaltsverzeichnis
  1. Bestandteile der Bewerbung
  2. Die Bewerbungsmappe
  3. Das Deckblatt
  4. Das Anschreiben
  5. Der Lebenslauf
  6. Zeugnisse und sonstige Nachweise oder Bescheinigungen
  7. Fazit
  8. Kommentare

Ein Praktikum ist oft der erste Schritt für die berufliche Zukunft. Darum ist es so wichtig Praktika zu absolvieren bevor man in den Beruf einsteigt. Woher sonst soll man wissen, ob einem dieser Beruf liegt? Außerdem sind praxisorientierung und praktische Erfahrung während Ausbildung unfür Chefs und Personaler immer wichtiger. Aber während einer schulischen Ausbildung oder eines Studiums ziemlich rar. Deshalb solltest du selbst die Initiative ergreifen und sowohl vor der Ausbildung als auch währenddessen so viel Praxiserfahrung sammeln wie nur irgend möglich. Theorie ist eben nicht alles. Im häufiger findest du praktische Erfahrung als Voraussetzung in Stellenausschreibungen. Der wichtigste Schritt vor dem Praktikum ist dabei die Bewerbung. Durch die knappe Anzahl spannender Praktika und vielen Bewerbern auf die freien Stellen, ist eine gute und aussagekräftige Bewerbung Pflicht. Hier erfährst du, wie du dich bewerben kannst, um dein Traumpraktikumsplatz zu bekommen.

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Bestandteile der Bewerbung:

Die Bewerbung besteht in der Regel aus mehreren Teilen:

  1. Bewerbungsmappe
  2. Deckblatt
  3. Bewerbungsschreiben
  4. Curriculum Vitae/ Lebenslauf
  5. Abschluss und Arbeitszeugnisse
  6. sonstige Nachweise oder Bescheinigungen wie z.B. Führungszeugnis

Die Bewerbungsmappe

Wie altmodisch in Zeiten von E-Mail oder Bewerbermanagement? Eigentlich hast du natürlich vollkommen recht, dennoch fordern immer noch bis zu 30 Prozent der Unternehmen eine klassische Bewerbung. Sollte dies in deinem Wunschunternehmen so sein. Achte auf die Qualität der Kopien (gut lesbar) und die Qualität des Papiers (wir empfehlen etwas hochwertigeres Papier als normales Druckerpapier, was du am Gewicht erkennen kannst).

Das Deckblatt

Ein Deckblatt ist heutzutage kein muss mehr. Wenn du aber trotzdem ein Deckblatt für deine Bewerbung gestalten willst, sollte es ein aussagekräftiges Foto enthalten. Bitte keine Handyfotos. Da lohnt sich tatsächlich der Gang in ein gutes Fotostudio. Beachte, dass sich die Kleiderordnung je nach Unternehmen unterscheiden können. In einer Bank oder ein Unternehmensberatung ist vermutlich ein anderer Dresscode als in einem Start-Up vorgesehen.  Neben dem Foto sollte ein Deckblatt eine Überschrift ("Bewerbung als ...."), Kontaktdaten und Inhaltsangabe (z.B. Lebenslauf, Zeugnisse, etc.).

Wie gesagt ist das Deckblatt optional. Ob du eines für deine Bewerbung gestaltest, ist Geschmackssache. Du kannst die Informationen und das Bild auch in das Anschreiben integrieren.

Das Anschreiben

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Das Anschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbung. Doch wie schaffst du es, mit deinem Anschreiben herauszustechen und aufzufallen? Besonders wichtig ist, dass dein Anschreiben einen gut strukturieren, überlegten und ordentlichen Eindruck macht. Hast du beispielsweise direkt mehrere Rechtschreibfehler zu Beginn des Anschreibens, wird dieses voraussichtlich nicht bis zum Ende gelesen. Empfehlenswert ist, das Anschreiben in drei Teile zu untergliedern:

  • Einleitung: hier bekundest du dein großes Interesse an dem Praktikum und gibst einen kurzen Einblick, warum du dich ganz wunderbar für das Praktikum eignest. Du legst also deine Motivation für die Bewerbung dar. Besonders empfehlenswert ist eine konkrete Information über das jeweilige Unternehmen. Du stellst einen Unternehmensbezug her, damit der Verantwortliche merkt, dass du dich mit dem Unternehmen auseinander gesetzt hast
  • Hauptteil: hier stellst du dich und deine Skills konkret vor. Du formulierst also im Grunde die besonders relevanten Aspekte deines Lebenslaufs aus und stellst die für das Praktikum besonders wichtigen Fähigkeiten in der Vordergrund. Auch Soft Skills dürfen besonders erwähnt werden, da diese immer mehr in den Vordergrund rutschen.
  • Schluss: dient der Zusammenfassung und gibt einen Ausblick in deine Verfügbarkeit und eventuell Gehaltsvorstellungen  (aber nur, wenn explizit gefordert)

Wichtig ist, dass du den richtigen Ansprechpartner anschreibst. Jedes Anschreiben hat einen Adressaten, den du mit einer Grußformel direkt anschreiben kannst. In der Regel geben Unternehmen dir jeweilige Kontaktperson in der Ausschreibung bekannt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es wichtig, die jeweilige richtige Kontaktperson ausfindig zu machen. Damit zeigst du auch direkt proaktiv, dass du starkes Interesse an dem Praktikum hast. Besonders empfehlenswert ist dabei an Anruf im Betrieb. Du kannst dich dabei beispielsweise folgendermaßen melden:

„Guten Tag, ich heiße Anna Praktikumssuche und würde mich gerne auf den Praktikumsplatz als XY in Ihrem Unternehmen bewerben. Könnte Sie mir bitte sagen, wie der Name meines Ansprechpartners lautet?“

Alternativ kannst du in den großen Karrierenetzwerken XING oder LinkedIn recherchieren, wer für dich zuständig ist.

Im Hinblick auf die Länge gilt, dass ein Anschreiben für ein Praktikum ungefähr halb so lang wie eine Bewerbung auf einen Job sein sollte. Es sollte maximal einer DIN A4-Seite entsprechen. Der Fokus sollte auf Aspekten liegen, die wirklich relevant für das Praktikum sind. Sollten Fragen aufkommen, können diese im Vorstellungsgespräch geklärt werden. Die gesamte Bewerbung ist als eine Art Türöffner zu verstehen, als erste Hürde, die du nehmen musst, bevor du persönlich im Gespräch überzeugen musst. Bedenke auch, dass die Personaler und Verantwortlichen oft extrem viele Bewerbungen lesen müssen. Da ist es nicht empfehlenswert durch eine übertriebene Länge des Anschreibens überzeugen zu wollen. Du riskierst nur, dass sich die Lesenden langweilen und deine Bewerbung ganz unten im Stapel ablegen.

Der Lebenslauf

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Mit dem Lebenslauf (auch CV genannt) kannst du Personaler endgültig überzeugen. Wichtig ist, dass du auf richtige Struktur, Form und Formatierung achtest. Auch sollte er nicht übertrieben lang sein. Eine Länge von maximal 2 Seiten gilt als angemessen.

Die Seitenränder sollten rechts und links etwa 2,5 cm und oben und unten etwa 2 cm betragen. Als Schriftart wählst du am besten Arial, Verdana oder eine andere "seriöse" Schriftart, die du auch für Abschlussarbeiten verwendest. Das Layout sollte dabei ähnlich wie das Anschreiben aufgebaut sein. Überschriften kannst du fett hervorheben. Du solltest den Lebenslauf tabellarisch anlegen.

Wichtig ist, dass der Lebenslauf nur wichtige Informationen erhält. Hast du beispielsweise gerade deinen Bachelor gemacht, ist der Name deines Kindergartens eher nicht mehr relevant.

Dabei kannst du deinen Lebenslauf, möglichst ohne Lücken nach folgender Struktur gliedern:

  • Angaben über dich (z.B. Name oder Geburtsdatum)
  • Ausbildung + eventuell Bundesfreiwilligendienst/Bundeswehr/etc.
  • Stipendien und Auszeichnungen
  • Praktika/Berufserfahrung
  • sonstige Qualifikationen (z.B. Sprachkenntnisse mit Niveau, Programmieren, Computerprogramme, Betriebssysteme, etc.)
  • Ehrenamt (Engagement im Ehrenamt geht oft mit sogenannten Social Skills einher, die immer gefragter werden) 
  • Interessen (z.B. Hobbies, aber achte unbedingt auf die Auswahl deiner Interessen. Gibst du beispielsweise an, dass du am liebsten auf der Couch liegst und Netflix schaust, macht das vielleicht nicht den allerbesten Eindruck. Hast du allerdings ein spannendes Hobby kann dich das durchaus interessant machen. Bleib aber ehrlich und authentisch)

Am Ende des Lebenslaufes kommt eine Unterschrift mit Datum und Ortsangabe (dabei auf Aktualität achten).

Hast du kein Deckblatt kommt auch ein aussagekräftiges Foto in den Lebenslauf.

Zeugnisse und sonstige Nachweise oder Bescheinigungen

Zusätzlich belegst du deine fachlichen und sonstigen Qualifikationen mit Zeugnissen und sonstigen Nachweisen. Hast du noch kein Abschlusszeugnis, legst du eine aktuelle Notenübersicht bei. Dabei gilt, dass du das aktuellste Zeugnis des jeweiligen Abschlusses beilegst. Es reicht also dein Abiturzeugnis. Zeugnisse der 11. und 12. Klasse sind nicht notwendig.

Außerdem kannst du Bescheinigungen über soziales Engagement, studentisches Engagement, Stipendien-Urkunde und Auszeichnungen, Arbeitszeugnisse und Praktikumszeugnisse hinzufügen.

Fazit

Mit einer guten Bewerbung eröffnest du dir die Möglichkeit, dich im Bewerbungsgespräch erfolgreich zu präsentieren. Wichtig sind ein strukturierter und ordentlicher Eindruck beim Personaler. Der Personaler möchte sich auf keinen Fall langweilen. Deshalb sind eine persönliche Ansprache, Unternehmensbezug und bis zu einem gewissen Grad Kreativität unerlässlich. Der Personaler möchte sehen, dass du das Praktikum unbedingt möchtest und hoch motiviert bist, im jeweiligen Unternehmen durchzustarten. 

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