Security Ausbildung – Voraussetzungen, Aufgaben & Vergütung

Security Ausbildung – Voraussetzungen, Aufgaben & Vergütung

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Sicherheitsdiensten gestiegen. Zum Aufgabenfeld eines Security-Mitarbeiters gehört nicht nur die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften, Privatobjekten, Firmen oder öffentlichen Gebäuden. Eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit kann für Personen-, Objekt- und Veranstaltungsschutz zuständig sein. Du interessierst dich für diesen systemrelevanten Beruf? Dann erfährst du bei uns alles Wissenswertes rund um Voraussetzungen, Aufgaben und Vergütung einer Wach- und Sicherheitskraft.

Knapp 300.000 Beschäftigte in der Sicherheitsdienstleistungsbranche deutschlandweit schützen Personen, Objekte und Anlagen mit vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen vor Gefahren. Weil du in deinem zukünftigen Job große Verantwortung übernehmen wirst, solltest du als angehende Sicherheitsfachkraft einige Voraussetzungen mitbringen.

Diese Voraussetzungen solltest du als Fachkraft für Sicherheitsdienst und Wachschutz mitbringen:

security weiterbildung

Aus rechtlicher Sicht gibt es für die Ausbildung im Bereich Security keine zu erfüllenden Voraussetzungen. Allerdings solltest du wissen, dass die meisten Betriebe vorwiegend Bewerber mit Abitur oder Realschulabschluss nehmen. Zwar kannst du auch mit einem Hauptschulabschluss einen Ausbildungsplatz ergattern, deine Chancen sind in der Regel aber geringer. Keine Sorge, du kannst deinen Realschulabschluss über den zweiten Bildungsweg nachholen, wenn du bereits von der Schule abgegangen bist. Davon abgesehen verlangen einige Unternehmen außerdem einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung. Diesen kannst du mit einem ärztlichen Attest erbringen. Ebenso wichtig ist ein tadelloses Führungszeugnis. Und du musst volljährig sein. Ob du auch einen Führerschein der Klasse B brauchst, solltest du direkt beim Ausbildungsbetrieb erfragen.

Du möchtest dich gegen andere Bewerber durchsetzen und einen Ausbildungsplatz ergattern? Mit Fähigkeiten und Kenntnissen in folgenden Fächern kannst du positiv hervorstechen:

• Recht: Mit guten Noten im Fach Recht zeigst du, dass du dazu in der Lage bist, Gefährdungssituationen rechtlich einzuschätzen. Auch Datenschutztatbestände kannst du erkennen und Rechtsverstöße kompetent bewerten.

• Wirtschaft: Während der Ausbildung lernst du, wie du betriebliche Ausgaben für das Thema Sicherheit planst. Mit guten Noten im Fach Wirtschaft kannst du beweisen, dass du bestens vorbereitet bist.

• Sport: Sicherheitsfachkräfte sollten eine gesunde körperliche Fitness mitbringen. Denn je nach Einsatzgebiet musst du zum Beispiel Personen mit körperlichem Einsatz schützen. Gute Leistungen im sportlichen Bereich können also von Vorteil sein.

• Deutsch: Als Security-Fachkraft musst du dich unmissverständlich ausdrücken können, etwa wenn du Angebote anfertigst oder Sachverhalte dokumentierst. Überzeugende Noten im Fach Deutsch bescheinigen dir also gute Kenntnisse in Rechtschreibung, Stil und Grammatik.

Wie lange dauert die Security-Ausbildung?

Die Regel-Ausbildungszeit für Security-Fachleute beträgt drei Jahre, wobei am Ende des zweiten Ausbildungsjahres der erste Teil der schriftlichen Abschlussprüfung steht. Der zweite Teil wird im letzten Ausbildungsjahr abgelegt, wobei dich eine Kombination mit einer mündlichen Prüfung erwartet.

Wenn du nicht den klassischen Ausbildungsweg gehen möchtest, kannst du dich später auch für eine Weiterbildung im Bereich Security über die Sachkundeprüfung 34a entscheiden. Eine solche Qualifizierung dauert etwas länger als einen Monat. In vielen Fällen kannst du sogar eine Weiterbildungsförderung mit Vermittlungsgutschein in Anspruch nehmen. Außerdem solltest du Aufstiegsbafög beantragen, wenn deine Aus- oder Fortbildung mehr als 200 Unterrichtsstunden umfasst.

security aufstiegsbafög

Was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit kannst du aus vielen unterschiedlichen Arbeitgebern und Arbeitsorten wählen.

Mögliche Arbeitgeber sind:

• Sicherheitsfirmen

• Unternehmen für Sicherheitsberatung

• Veranstaltungsfirmen

• Messen

Zu den möglichen Arbeitsorten gehören:

• Großveranstaltungen wie Konzerte und Fußballspiele

• Bahnhöfe

• Flughäfen

• Werttransporter

• private Haushalte

Schichtdienst ist typisch für die Security-Branche und auch Bereitschaftsdienst ist nicht ungewöhnlich. Außerdem solltest du dich darauf einstellen, womöglich auch am Wochenende zu arbeiten. Das gilt vor allem dann, wenn du auf Veranstaltungen tätig bist.

Aber was macht man im Wach- und Sicherheitsdienst eigentlich konkret? Wir zeigen dir, welche Aufgaben du als Security-Mitarbeiter hast.

Schutz von Anlagen und Objekten: Du führst regelmäßig Kontrollgänge durch und überprüfst dabei die Funktionstüchtigkeit von Geräten und Schutzmaßnahmen.

Personenschutz: Du begleitest auf Schutz und Sicherheit angewiesene Personen in der Öffentlichkeit, schirmst sie vor Paparazzi und schaulustigen Personen sowie möglichen Gefahren ab.

Werttransporte schützen: Werden Waren mit hohem Wert transportiert, werden die Transporter von Fachkräften für Schutz und Sicherheit begleitet. Oft sitzen sie sogar selbst am Steuer. Dann ist es nicht nur ihre Aufgabe, darauf zu achten, dass das Transportfahrzeug fahrtüchtig ist, sie sind auch für die Beaufsichtigung der Wertgegenstände verantwortlich.

Sicherheit bei Großveranstaltungen gewährleisten: Bei Konzerten, Messen, Kongressen und anderen Veranstaltungen müssen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Gibt es genügend Notausgänge? Sind die Fluchtwege gekennzeichnet? Die entsprechende Kontrolle fällt in den Aufgabenbereich der Sicherheitsfachkraft. Beim Einlass überprüfst du dann, ob Personen gefährliche Gegenstände mit sich führen, prüfst Fahrzeuge und weist ihnen Parkplätze zu. Während der Veranstaltung selbst bist du für die Überwachung des Geländes zuständig, beantwortest Fragen oder schlichtest Streit.

Gefährdungspotenzial einschätzen: Indem du das Gefährdungspotenzial des zu schützenden Objekts einschätzt, ist es dir möglich, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Das können Bewegungsmelder, Alarmanalagen oder eine Videoüberwachung sein.

So viel verdienst du in der Security-Branche

Während deiner dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit verdienst du je nach Ausbildungsbetrieb und Lehrjahr zwischen 749 bis knapp 903 Euro. Wie hoch deine Ausbildungsvergütung tatsächlich ist, hängt davon ab, ob dein Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist. Auch Branche und Bundesland entscheiden über das Ausbildungsgehalt.

Nach deiner Ausbildung richtet sich dein Gehalt ebenfalls nach verschiedenen Gegebenheiten. Vor allem Berufserfahrung, Arbeitsort und die Frage, in welcher spezifischen Branche du arbeitest, bestimmen dein Gehalt. Im Verkehrsgewerbe zum Beispiel kannst du als ausgelernte Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit einem Einstiegsgehalt von 2.000 bis 2.300 Euro rechnen. In der Energie- und Versorgungswirtschaft liegt das Gehalt zu Beginn mit 2.700 bis 2.800 Euro etwas höher.

Du möchtest dein Gehalt beeinflussen? Dann solltest du auf deine Berufserfahrung setzen. Grundsätzlich gilt: Je länger du in der Sicherheitsbranche arbeitest und je mehr Kenntnisse du vorweisen kannst, umso höher ist auch dein Gehalt. Mit einer Weiterbildung – zum Beispiel zum Meister in Schutz und Sicherheit – kannst du dein Gehalt auf 3.000 bis 3.500 Euro nach oben korrigieren.

Auch wenn du in anderen Berufen vielleicht mehr verdienst, entscheidest du dich mit der Ausbildung oder Weiterbildung im Security-Bereich für einen sicheren und krisensicheren Job. Zudem steht es dir offen, dein Gehalt mittels weiterer Qualifizierungen positiv zu beeinflussen. Ob du deinen Meister in Schutz und Sicherheit machst, dich für ein Studium im Sicherheitsmanagement oder in der Sicherheitstechnik entscheidest, liegt allein bei dir.

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